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Bisch närrisch worra Fritz

An der Realschule Mutlangen war das Ein-Mann-Theater von Alfred Peter Wolf zu Gast. Herr Wolf wurde 1938 geboren und hat deshalb 8 Jahre Kriegserfahrung, die ihn heute immer noch beeinflussen. Ursprünglich gab Herr Wolf Seminare im Scheffold-Gymnasium. Mit seinem Programm „Bisch närrisch worra Fritz?" half er den Schülern der 10er Klassen, Schiller besser zu verstehen.

Er gliederte sein Programm in vier Hauptthemen.
1. Wann schreibt ein Autor?
2. Die Kindheit und die Familie Schillers
3. Erziehung
4. Hofleben

5. Interview
 

Im ersten Hauptthema „Wann schreibt ein Autor?" konfrontierte er die Schüler mit der Aussage:
„Einem Autor kann es nie schlecht genug gehen". Auf die Frage der Schüler, warum das so sei antwortete Herr Wolf:,, Weil ein Dichter in seinen Gedichten seine Gefühle ausdrückt und schlimme Erlebnisse wie der Tod beeinflussen solche Menschen." „Schiller ging es genauso", erzählte Herr Wolf den Schülern. Schiller wurde vom Herzog Karl-Eugen bedrängt. „Nur durch das Schreiben habe ich die Despotie des Kaiser überstanden", Zitat Schillers. Schiller konnte seine Gefühle in Gedichten ausdrücken.
 

Im zweiten Hauptthema „ Kindheit und Familie" erzählte Herr Wolf, dass Schiller einer der ersten deutschen freien Autoren war. Schiller hatte sehr strenge Eltern, wobei Schillers Vater um einiges strenger war als seine Mutter. Ab dem Alter von zehn Jahren spielte Schiller vor seiner Schwester Pfarrer. Schiller vertraute auf Gott. Obwohl der Vater sehr streng war, dankte Friedrich Schiller ihm in einem Gedicht, denn Gehorsam war die erste Kinderpflicht.
 

Im nächsten Punkt des Programms brachte uns Herr Wolf die Erziehung Schillers etwas näher. Es gibt viele Parallelen zwischen Herrn Wolf und Friedrich Schiller. Wie uns Herr Wolf verriet, hatte auch er sehr strenge Eltern. Friedrich Schillers Kindheit prägte sein ganzes Leben. Er wurde von seinen Eltern geprügelt. Herr Wolf erklärte uns, dass diese Prügel nicht mit den heutigen zu vergleichen seien, denn Schiller wurde mit Holzstöcken und mit dem Lineal auf die Hand geschlagen. Schillers Vater war in Lorch angestellt, um Soldaten zu werben.
 

Der vierte Programmpunkt war das „Hofleben" Schillers. Früher war das Dichtersein kein richtiger Beruf. Schillers Vater wollte aber, dass sein Sohn einen richtigen Beruf erlernte, aber Schiller setzte sich durch und wurde Dichter. Friedrich Schiller war ein sehr guter Schüler, was zur damaligen Zeit nicht immer vorteilhaft war. Denn die guten Schüler mussten auf die Karlsschule gehen. Die Karlsschule wurde auch als „Sklavenplantage" bezeichnet, denn der Druck dort belastete die Kinder und Jugendlichen psychisch und Lernen war freudloser Drill. Die Kinder und Jugendlichen wurden total von der Außenwelt isoliert, sogar von den Eltern. Es gab strickte Tagesabläufe, die jeden Tag eingehalten werden mussten. Schiller schrieb jede freie Sekunde, die er in der Karlsschule hatte, an Gedichten. Er schrieb dort auch „Die Räuber". Die Karlsschule brachte viele Schüler um den Verstand.
 

Im Interview erzählte uns Herr Wolf die wahren Gründe warum er ein Ein-Mann-Theater führt.
Reporter: Wie kamen Sie auf diese Idee mit dem Ein-Mann-Theater?
Herr Wolf: Mit einem Ein-Mann-Theater habe ich die Möglichkeit die Stücke zu spielen, die ich lehrreich finde, das geht nicht in einem Berufstheater. Außerdem ist es eine Grenzerfahrung für mich, die Bestätigung meiner Anforderungen.
Reporter: Woher können Sie so gut schauspielern?
Herr Wolf: Ich kann mir die Stücke wie Szenen wie aus einem Film merken. Außerdem lerne ich die Stücke nicht auswendig, sondern inwendig. Dass heißt, ich verstehe den Kern des Stücks und kann es so überzeugend darstellen. „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt", sagt Schiller.
Reporter: Hat das Spielen eine besondere Bedeutung für Sie?
Herr Wolf: Ich möchte den jungen Menschen die alten Stücke lebendig machen, damit sie auch wissen wie es damals zuging.
Reporter: Wie lange betreiben Sie das schon?
Herr Wolf: Ich spiele seit meiner Kindheit gerne. Und so machte ich es zu meinem jetzigen Beruf.
Reporter: Wie kommen Sie auf solche Themen?
Herr Wolf: Um den heutigen Jugendlichen zu zeigen, wie schwer damals das Leben war. In den anderen Stücken zeige ich, wie furchtbar der Krieg ist. Deshalb habe ich dafür Gedichte gewählt, in denen es meist um Krieg geht. Denn der Krieg hat mich sehr beeinflusst.
 

Alles in allem finden wir, dass es sehr wichtig für alle 10er Klassen ist, dieses Programm gesehen zu haben, denn so versteht man Schiller leichter. Außerdem ist es eine sehr gute Prüfungsvorbereitung.


Autoren: Daniel Bareiß, Simon Wagenblast.