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Pädagogisches Konzept für Ganztagsangebote der RS Mutlangen
Inhalt
1.
Derzeitige Situation
2. Umsetzung
3. Organisation der Ganztagsangebote
4.
Raum und Ausstattungsbedarf
5. Gremien
1.1.
Die Gemeinde Mutlangen ist Schulträgergemeinde für sieben Gemeinden, die
Realschule Mutlangen ist damit laut § 31 SchG Verbandsrealschule. Folgerichtig
sind rund zwei Drittel der Schüler Fahrschüler. Sie können in der Regel bei
Nachmittagsunterricht nicht zum Mittagessen nach Hause fahren.
1.2.
Die Verbandsrealschule wurde geschaffen um den Schülern im ländlichen
Raum ein Bildungsangebot unabhängig von der Herkunft zu ermöglichen. Dieses
Anliegen gilt heute mehr denn je, um die Bildungspotenziale der Kinder und
Jugendlichen auszuschöpfen.
1.3.
Die Zahl der SchülerInnen, die sich in der schulfreien Zeit
orientierungslos am Schulstandort aufhalten wächst rasant. Die
gesellschaftlichen Änderungen setzen im ländlichen Raum des Schulverbandes die
Familien zunehmend unter Druck Kindererziehung, -betreuung und Beruf zu
vereinbaren.
1.4.
Die RSM bietet seit Jahren verschiedene Arbeitsgemeinschaften an. Viele
SchülerInnen sind es dadurch gewöhnt, an zwei oder drei Nachmittagen an der
Schule zu sein.
1.5.
Schulprofil:
-
Die RSM ist Lebensraum für ihre Schüler. Das bedeutet,
dass die SchülerInnen Ihre Schule unter drei Aspekten erleben. Die Schule
vermittelt inhaltliche und methodische Ziele und Kompetenzen nach Vorgabe
des Bildungsplans.
-
Außerdem bildet die Schule die Persönlichkeit der SchülerInnen. Um dieses
Ziel zu erreichen, lernen die SchülerInnen in einer leistungsbetonten, aber
angstfreien Atmosphäre mit ihren Stärken und Schwächen sicher umzugehen.
-
Sie sind in der Lage ihre Schwächen zu erkennen und zu akzeptieren. Sie
stärken ihr Selbstbewusstsein und ihren persönlichen Wert in der
Gemeinschaft, indem sie ihre menschlichen, sozialen, emotionalen und
kognitiven Stärken bewusst erfahren und positiv erleben.
-
Vor allem der musisch-sportlich- künstlerische Bereich ist zur Kompensation
von kognitiven Schwächen und damit zur Selbstwertfindung hervorragend
geeignet.
Dieser Bereich ist an der RSM durch ein vielfältiges Angebot Profil bildend.
-
Alle SchülerInnen erhalten in diesem Profilbereich durch reichhaltige
Angebote, auch im Ergänzungsbereich, den Freiraum um ihre eigene
Persönlichkeit zu entdecken, sich dieser bewusst zu werden und sich als
leistungsstarke, wertvolle Persönlichkeiten zu erfahren.
-
Darüber hinaus werden die SchülerInnen unterrichtsbegleitend gefördert. Sie
haben die Möglichkeit festgestellte Defizite unmittelbar nach
Leistungsüberprüfungen durch gezielte Fördermaßnahmen auszugleichen und
damit den Anschluss an den Leistungsstand ihrer Lerngruppe zu halten.
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2.1.
Umsetzung didaktisch-methodischer Prinzipien
Die Kontingentstundentafel ermöglicht eine hohe
Flexibilität in der Durchführung des Unterrichts. Durch erweiterte
Wahlpflicht-Angebote kann der vormittägliche Pflichtunterricht aufgelockert und
am Nachmittag ergänzt werden. Die Schüler wählen während ihrer Schulzeit
mindestens ein Wahlpflicht-Angebot aus dem sportlich-musisch-kreativen Bereich.
Die dadurch freiwerdenden Stunden aus dem Pflichtbereich stehen für
Fördermaßnahmen zur Verfügung. Der bisherige Ergänzungsbereich
der Schule kann in weiten Teilen in das Ganztagsangebot übernommen werden.
Die enge Kooperation mit der direkt benachbarten Hauptschule ermöglicht eine
weitere Ausweitung des Angebots, einen effektiven Einsatz der Stunden aus dem
Ergänzungsbereich und fördert die erstrebenswerte engere Verbindung beider
Schularten.
-
Förderung des Projektunterrichts
-
Stärkung der Eigenverantwortung der Schüler durch
selbst organisiertes Lernen
-
Offene Unterrichtsformen
-
Verstärkter Einsatz von Multimedia
-
Rhythmisierung des Unterrichts in Phasen der musisch-sportlichen Betätigung
der kognitiven Schulung und der eigenverantwortlichen Tätigkeit
2.2. Förderung der Schüler über den Pflichtunterricht hinaus
-
Fördermaßnahmen um erkannte Defizite aufzuarbeiten.
-
Fördermaßnahmen um Talente außerhalb des Unterrichts zu bestärken
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Prüfungsvorbereitung
-
Hausaufgabenbetreuung
-
Wege zu effektivem Lernverhalten
-
individuelle Problemberatung
-
Vermitteln von praktischen Lebenshilfen (z. B. Haushaltsführerschein,
Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hausfrauenbund, Bewerbungstraining...)
2.3. Prävention
-
Zwischenmenschliches Vertrauen und Selbstvertrauen aufbauen
-
Gewaltprävention, in Verbindung mit Pflichtangeboten aus dem Schulcurriculum
und der Streitschlichtung
-
Rauchfreie Schule, dazu Rauchentwöhnungsangebote aus der Palette von GEK,
AOK ....
-
Gesundheitserziehung durch Bereitstellung einer regelmäßigen ausgewogenen
Mittagsverpflegung
-
Drogenprävention in Zusammenarbeit mit Polizei, Drogenberatung, Caritas und
in Verbindung mit den Pflichtangeboten des Schulcurriculums
-
AIDS-Aufklärung in Ergänzung des Kern- und Schulcurriculums mit örtlichen
Angeboten
-
Verhinderung von Schwangerschaften bei Jugendlichen in Ergänzung des Kern-
und Schulcurriculums durch Einbeziehung der in diesem Bereich ehrenamtlich
tätigen Ärzte
-
Sinnvolle
Freizeitgestaltung durch Kennenlernen vielfältigster Angebote aus dem
Vereinsleben der Gemeinde und Bereitstellen von Spiel- und Sportgeräten
2.4.
Ergänzung des Pflichtunterrichts durch freiwillige Angebote
-
Aussichten von Arbeitsgemeinschaften auf das Ganztagesangebot
-
SMV-Arbeit
-
Schülerzeitung
-
„Jugend
trainiert für Olympia“
-
Schüleraustausch
-
Wettbewerbe
-
Massive Stärkung des musischen Bereichs
2.5. Kooperation mit den Schulen in der Gemeinde, besonders mit der
unmittelbar benachbarten Verbandshauptschule
2.6. Schwerpunktbildung an der Schule
-
musisch-sportliches Profil
-
Prävention
-
Soziales
Profil: Förderung des sozialen Engagements der Schüler, ehrenamtliche
Tätigkeit für Mitschüler/Gemeinde/Schule
2.7. Öffnung der Schule
-
Kooperation
mit örtlichen Vereinen
-
Kooperation mit Musikschule(n)
-
Kooperation mit der regionalen Wirtschaft (Firma, Verbände)
-
Kooperation
mit kirchlichen und sozialen Einrichtungen
-
Angebote
von Eltern und für Eltern
2.8. Positive Neugestaltung des Schul- und Schülerbildes
-
Schüler identifizieren sich mit der Schule
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Schule ist attraktiver Lebensraum
-
Schule fordert nicht nur und zertifiziert, sondern sie fördert, unterstützt
und bietet sinnvolle Hilfestellungen
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Schule bietet Erfahrung, die Familien nicht mehr leisten können: gemeinsames
Essen, Freizeitgestaltung ohne Medienberieselung, Meinungsaustausch,
Ausloten eigener Stärken und Schwächen, respektvoller Umgang mit
Mitschülern, Hilfsbereitschaft statt Egoismus,...
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Schule bietet Lebenschancen unabhängig vom Elternhaus
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Offene Form
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an
drei Tagen: Mo, Di und Do von 7.55 Uhr bis 16.20 Uhr
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Teilnahme von ca. 500 Schülern
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Mittagstisch mit Betreuung in Verantwortung der Gemeinde Mutlangen. Die
Gemeinde stellt das Personal für die Essensausgabe und die Betreuung während
der Mittagspause.
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Die
zeitliche Beteiligung des Kollegiums an der Ganztagesbetreuung beschränkt
sich auf Stunden aus dem evtl. Ergänzungsbereich. Eine Ganztagesbetreuung
stellt einen deutlichen Schwerpunkt in der Organisation der RSM dar. Aus
diesem Grund werden bisherige AG-Angebote, wenn/wann immer möglich, in die
Ganztagesbetreuung eingebracht.
-
Die
Gemeinde Mutlangen bzw. der Schulverband übernimmt, wenn erforderlich, die
evtl. anfallenden Kosten für einen Sozial-/Freizeitpädagogen in den
Bereichen Prävention und Ergänzung des Pflichtunterricht.
Zeitplan siehe „Stundenplan“
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4.1. Essen:
4.2.
Aufenthalt und Kommunikation
4.3.
Präsentation:
-
Für Infoveranstaltungen: Mensa außerhalb der Essenszeiten
-
Projektionseinrichtungen: in den vorgesehenen Gruppenräumen und in der Mensa
an zentraler Stelle, Verdunkelungsmöglichkeiten
4.4.
Vorführungen/Aufführungen
Film, Musik, Theater, Akrobatik, Kabarett, Kleinkunst, Chor, Orchester inklusive
Probemöglichkeiten, zweiteilige Mensa/Cafeteria, bewegliche Bühne,
Beleuchtungseinrichtung; die Schule hat bisher keine Möglichkeit an der eigenen
Schule für mehr als eine Klasse zu präsentieren. Schule wird nicht als Lebensart
erfahren.
4.5. Multimedia/Info-Beschaffung/Vorbereitung von Präsentationen
4.6. Arbeitsräume
Die Arbeitsräume im Ganztagesangebot schaffen eine
Begegnungszone zwischen den Schularten (HS und RS) des Schulzentrums. Sie können
außerdem von den Begleitpersonen zentral kontrolliert und betreut werden.
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1 x Gruppenarbeitsraum mit aktuellen Handbüchereien (sinnvollerweise neben
Internetraum)
-
1
x Kreativitäts- und Musikraum
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1 x Gruppenraum zum Kreativitätsraum
-
1x Freizeitgestaltung mit ausgewähltem Spieleangebot (Schach, Lernspiele,
Billard...) Dieser Raum ist im Angebot zentral. Hier können in der
Mittagszeit die erforderlichen gemeinschaftsbildenden und sozialisierenden
Aktivitäten ablaufen .
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1 x Leseraum mit Schülerbücherei als leise Zone
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1 x Streitschlichter
4.7. Bewegung
-
1 x Kletterwand ca. 7 m hoch
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3 x Basketballkörbe an geeigneten Stellen im Schulbereich
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3 x Tischtennisplatten im Schulbereich
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1
x Fitnessraum (einzurichten in bestehender Hornberghalle)
4.8. Lehrerräume
4.9.
Sonstiges
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Amphitheater (bei Bau 1) reaktivieren (Umgestaltung als WVR-Projekt) für
Aufführungen, Skulpturenausstellungen...
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Innenhöfe als Freisitze gestalten (können nicht von Unbefugten am Wochenende
genutzt werden) Umgestaltung als WVR-Projekt
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Die
Schulkonferenz der RSM hat am 14.06.2004 der Einrichtung einer
Ganztagesbetreuung (Ganztagesschule in offener Form nach Maßgabe der
Bundesförderung, sog. „Bundesganztagesschule“) zugestimmt.
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Die Gesamtlehrerkonferenz der RSM hat am 21.06.2004 der Einrichtung einer
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Ganztagesbetreuung (Ganztagesschule in offener Form nach Maßgabe der
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Bundesförderung, sog. „Bundesganztagesschule“) zugestimmt.
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