Home Nach oben
Füreinander und miteinander im Wald
Soziales Kompetenztraining und Waldpädagogik an der Realschule Mutlangen

 

 

In den vergangenen Jahren hat Andreas Schumschal, Mitarbeiter des Dezernates Jugend und Soziales am Landratsamt wiederholt an der Realschule Mutlangen mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Klassenstufen Bausteine der Gewaltprävention erarbeitet. Nun galt es eine weitere Stufe des Gesamtkonzeptes umzusetzen und Elemente der Gewaltprävention, der Erlebnispädagogik und Waldpädagogik miteinander zu vereinen. Mit dabei war diesmal Wolf Noack vom Dezernat Wald und Forstwirtschaft. Ziel war es, mit Jugendlichen in einer zunehmend naturfernen und bewegungsarmen Zeit Verständnis für den respektvollen Umgang untereinander und Verantwortungsbereitschaft für das Lebendige in Wald und Natur einzuüben. Zu diesem Zweck schlug die Klasse 7c mit ihrem Klassenlehrer Peter Fiebig und der Referendarin Frau Susan Wassermann ihre Zelte auf dem Grundstück des landwirtschaftlichen Betriebes der Familie Munz in der Nähe von Wetzgau auf. Von dort aus wanderte die Klasse in den nahegelegenen Wald und führten unter Anleitung von Schumschal und Noack und unterstütz von Verena Fischer und Andereas Ramisch Übungen durch, die nur gelöst werden konnten, wenn alle Gruppenmitglieder gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeiteten und sie auch gemeinsam umsetzten. So galt es zum Beispiel „Eier aus einem Vulkan“ zu bergen oder „das Netz einer Spinne“ zu durchsteigen. Bevor die Kinder in ihre Schlafsäcke kamen durften sie bei völliger Dunkelheit ihren Mut unter Beweis stellen. Am darauffolgenden Tag ging es zum Arbeitseinsatz ins Naturatum, einem Waldlehr- und Erlebnisbereich im Taubentalwald. Wolf Noack hatte die Arbeitsleistung der Klasse eingeplant, denn am Wochenende sollte das Naturatum der Öffentlichkeit übergeben werden. Dabei zeigten die Schüler nach Noack trotz strömendem Regen und unangenehmer Kälte eine hohe Motivation und lange Ausdauer und konnten somit drei Stationen vollenden. Auch der Klassenlehrer bewertete das Ergebnis außerordentlich positiv. Der Arbeitseinsatz in einer Echtsituation gerade unter diesen äußerst schlechten Witterungsbedingungen hat die Klasse weiter zusammengeführt, das Selbstvertrauen jedes Einzelnen und das Verantwortungsgefühl füreinander wachsen lassen.